Unter jedem Himmel liegt ein weiterer Himmel.
Unter jedem Spiegel ein weiterer Spiegel.
Die Welt vervielfältigt sich in lautlosen Wiederholungen.

Etwas gleitet durch die Helligkeit.
Als Gedanke, den das Wasser für einen Augenblick angenommen hat.

Ich sehe das Zögern der Wirklichkeit.
Ein leichtes Schwanken zwischen Sein und Erinnerung.

Hat die Welt ihren Traum vergessen?

Irgendwo versinkt eine Zukunft in den Ruinen ihrer Vergangenheit.
Irgendwo entsteht eine Vergangenheit aus den Trümmern einer Zukunft.
Richtungen verlieren ihre Namen.
Ursache und Erinnerung tauschen ihre Plätze.

Ich denke an Räume, die nur von innen betreten werden können.
An Entfernungen, die wachsen, sobald man sie überwindet.

Tief unter der Oberfläche aller Dinge,
tiefer als Materie,
tiefer als Erinnerung,
tiefer als jede mögliche Einsamkeit,
öffnet sich ein lautloser Abgrund aus Klarheit.

Dort wohnen keine Antworten.
Dort wohnen keine Rätsel.

Dort ruht das, was träumt.
Etwas, das davon träumt,
dass wir es träumen.

Das Unendliche war nie größer als der einzelne,
wahrgenommene Augenblick,
der immer wieder durch sich selbst treibt.

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text u. bild m.w.