Formen, die zunächst unabhängig voneinander entstehen, werden ausgeschnitten und immer wieder neu arrangiert.

Was entsteht mit den Formen, wenn sie in Beziehung treten?

Eine Form verändert ihren Charakter, sobald sich ihre Umgebung verändert. Sie wirkt schwer oder leicht, offen oder geschlossen, dominant oder zurückhaltend, wenn sich ihre Beziehungen verschieben.

Das erinnert an Sprache.

Ein Wort verändert seinen Sinn durch den Satz.

Ein Mensch durch seine Beziehungen.

Ein Gedanke durch seinen Zusammenhang.

Die einzelnen Elemente bleiben gleich.
Und doch entsteht mit jeder Anordnung ein anderes Bild.

Das vorherige verschwindet dabei nicht.
Es bleibt als Möglichkeit erhalten.

Hat Identität eine Form?
Reicht dafür bereits ein neuer Zusammenhang?

Zellen bilden Gewebe.
Moleküle werden zu Stoffen.
Kontinente verschieben sich.
Wolken verändern ihre Gestalt.

Die Elemente bleiben.
Ihre Beziehungen verändern sich.

Nicht die Form selbst steht im Mittelpunkt,
sondern immer die Beziehung zwischen den Formen.

Das eigentliche Werk entsteht dort,
wo Beziehungen sichtbar werden.

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